Privaten Strombedarf mit eigener Kleinwindanlage decken
Die MRT Wind GmbH hat eine neue Art von Windanlagen entwickelt. Die sogenannten Kleinwindanlagen können auf Häuserdächern installiert werden und an einen neu entwickelten Generator angeschlossen werden.
Nach Angaben der Entwickler amortisiert sich die Anlage bereits innerhalb der ersten fünf Jahre, unabhängig vom geografischen Standort.
Das Besondere an der Kleinwindanlage ist das Drehen des Windrads um die Vertikalachse anstatt um die Horizontalachse wie bei den verbreiteten Propeller-Systemen. Das hat den Vorteil, dass das Windrad nicht nach der Windrichtung ausgerichtet werden muss, da der Wind von allen Seiten aufgefangen wird.
Durch ihre geringe Höhe von zweieinhalb Metern kann die Anlage auch in Regionen aufgestellt werden, wo bisher der Einsatz von Windrädern durch die Behinderung des Flugverkehrs nicht möglich war.
Der Windgenerator WG 100 von MRT soll über 1680 Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren. Dies erreicht er bereits bei einer Windgeschwindigkeit von 4 Metern pro Sekunde.
Nimmt man Süddeutschland als Beispiel, kann mit der dortigen Windgeschwindigkeit von vier bis fünf Metern pro Sekunde die Hälfte des Strombedarfs einer vierköpfigen Familie gedeckt werden. - Bewegt man sich in Richtung Norden, kann mit Windgeschwindigkeiten bis zu acht Metern die Sekunde der kompletten Energiebedarf eine Vier-Personen-Haushalts gedeckt werden.
Des Weiteren kann die neue Technologie auch in Unternehmen eingesetzt werden. So kann die Kleinwindanlage beispielsweise zur Notstromversorgung im Falle eines Stromausfalls eingesetzt werden.
Und auch für kleinere Gemeinden und Gewerbeparks eignet sich die neue Technologie um umweltfreundlich den Strombedarf zu decken.
Auch in Asien ist man bereits auf die Innovation aufmerksam geworden. Aus Indien wurde bereits eine Stückzahl von 20.000 der Kleinwindanlagen angefragt. Hier soll mit Hilfe der Windanlagen vor allem die Stromversorgung in Armenvierteln gedeckt werden um der hohen Kindersterblichkeit durch Kohlenmonoxidvergiftungen entgegenzuwirken, die durch das Beleuchten mittels offener Feuerstellen verursacht wird.
Der WG 100 soll in der Basisversion mit 1,3 kW rund 7.000 Euro kosten. Ca. 3.000 Euro teuerer ist die leistungsfähigere Version, der WG 400 mit einem Output von 4 kW.
Mit dem Ausstieg aus der Kernkraft ebnet die Bundesregierung den Weg für die Energiewende in Deutschland. Die Nutzung der Windenergie wird zu den tragenden Säulen des neuen Energiekonzeptes.

Windenergie - News
Komunale Versorger planen große Investitionen
Die Komunen planen Neuinvestitionen in eigene Kraftwerke und sagen den Stromriesen den Kampf an.
{ Weiterlesen }