Optimierung von Leistung und Lebensdauer von Offshore-Windrädern

Windenergieanlagen, die sich abseits der Küste im Meer befinden, bringen größere Energieerträge durch höhere Windgeschwindigkeiten und bessere Windkonstanz auf See. Doch die rauen Bedingungen setzen den Anlagen auch zu: Sie benötigen mehr Wartung und sind im Notfall unter extremen Bedingungen nur schwer erreichbar.

Nun hat ein neues Projekt der Universität Bremen in Kooperation mit Unternehmen aus der Industrie interessante Ergebnisse hervorgebracht. In Zusammenarbeit mit den Firmen Converteam aus Berlin und Windrad Engineering GmbH aus Bad Doberan haben die Wissenschaftler am Institut für elektrische Antriebe, Leistungselektronik und Bauelemente (IALB) im Rahmen des Projekts „Windenergieanlagen mit intelligenter Leistungselektronik zur Energieeffizienz-Steigerung (Wint-LES)“ ein elektronisches System entwickelt, das die elektrische Leistung misst, die von der Anlage abgegeben wird, und daraus Rückschlüsse auf die mechanische Belastung zieht. Dadurch kann die Wartung optimal geplant und eine Betriebsunterbrechung der Anlage sogar verhindert werden. Außerdem erlaubt eine optimierte Steuerung der Anlage auf Grund der Messdaten eine mechanische Entlastung der Bauteile, z. B. bei Windböen.

Auch die Bundesforschungministerin Annette Schavan äußerte sich positiv über die neue Technologie. Diese leiste einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, sagte sie.

Noch existiert das Konzept für die intelligente Steuerung nur in den Laboren der Universität. Doch es lässt sich ohne großen Aufwand auf bereits vorhandene Anlagen anwenden. Bald sollen die ersten Tests stattfinden, die die Eignung der Technologie in der Praxis bestätigen sollen.

News vom: 22.12.2011

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