string(2) "54" string(2) "54" Fukushima die Katastrophe

Der Super Gau von Fukushima

Die Mehrfachkatastrophe im japanischen Fukushima begann zunächst als schweres Erdbeben am 11. März dieses Jahres. Die Weltöffentlichkeit wurde Augenzeuge, wie in der Folge des Erdbebens zuerst ein Tsunami den Nordosten der Hauptinsel Honshu heimsuchte und dadurch viele Todesopfer zu beklagen waren. In der Folge von Erdbeben und Tsunami kam es in dem Atomkraftwerk in Fukushima zu einer Kernschmelze in den Reaktoren 1, 2 und 3. Es zeigte sich schnell, dass es sich in Fukushima um die schlimmste Atomkatastrophe seit dem Super GAU in Tschernobyl im Jahre 1986 handelte. Im Eiltempo überschlugen sich die negativen Meldungen aus dem Kraftwerk. Die Reaktorbehälter hielten dem Druck nicht stand und drohten zu bersten, was eine noch viel höhere Belastung der Umwelt durch die nuklear kontaminierten Gase ausgelöst hätte. Um Explosionen in den Reaktorblöcken vorzubeugen, wurde gezielt Druck aus den Reaktoren gelassen, was zu einer vermehrten Kontamination durch radioaktiv verseuchte Gase. Diese Handlung geschah bereits manuell, da schon vor dem Eintreffen des Tsunamis die Notstromaggregate ausgefallen waren. Durch eine Beschädigung der Leitungen war bereits vorher der Strom ausgefallen. Somit fielen auch die Kühlanlagen aus. Das in der Folge eingesetzte Kühlwasser, schwerst nuklear verseucht, wurde aufgrund von Platzmangel in den Kühlwasserbehältern schließlich ins offene Meer abgeleitet mit bisher noch unabsehbaren Naturschäden.

Die Schwere des Unglücks zeigte sich aufgrund einer mangelhaften Informationspolitik des Betreibers Tepco erst mit der Zeit, als verheerend hohe Strahlenwerte in der Umgebung des Kraftwerks gemessen wurden. Etwa 150.000 Menschen mussten das Gebiet verlassen, wobei nicht gewährleistet ist, dass sie je wieder in ihre Heimat zurück können. Mehrere Hunderttausend Tiere mussten bei der Evakuierung des Umlandes auf den Feldern zurückgelassen werden, alle starben den Hungertod.

Die Reaktion der deutschen Politik auf den "katastrophalen Unfall", als das die japanische Energiebehörde den GAU bezeichnete und ihm damit die schlimmste Stufe 7 gab, war dezidiert anders als etwa in den USA. Während in den Vereinigten Staaten in erster Linie der Opfer gedacht, einzelne Helden verehrt und Hilfe angeboten wurde, widmete sich die politische Diskussion nach ersten Treuebekundungen der eigenen Risiken in der Atomkraft. Dies ist vor dem Hintergrund bereits laufender Proteste gegen die Laufzeitverlängerung der Meiler durch die schwarz-gelbe Bundestagskoalition und zu sehen.
Die langfristigen Auswirkungen können noch immer nicht abgesehen werden. In dem neuesten Gutachten eines internationalen Forscherteams wird davon ausgegangen, dass die Strahlenbelastung durch den gefährlichen Stoff Cäsium 137 doppelt so hoch liegt wie bisher erwartet, das entspricht etwa 40% der 1986 in Tschernobyl ausgetretenen Menge. Welche Mengen sich über dem Meer befinden, ist hingegen noch nicht abzusehen.

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