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Energiewende in Deutschland - Aufwind für die Windkraft

Fukushima – dieser Name ist heute Symbol und wird Einzug in die Geschichtsbücher halten, zumindest in Japan und Deutschland. Diese Katastrophe hat alle Atomkraft-Skeptiker bestätigt und wieder einmal gezeigt, dass es keine hundertprozentige Sicherheit von Atomkraftwerken gibt.

Keine Lehren aus der Katastrophe
Lehren aus dieser Katastrophe wurden in fast allen Ländern der Erde keine gezogen, die Macht der Atom-Lobby, die totale Abhängigkeit und die Dominanz von Atomkraft für eine funktionierende Energieversorgung sind die Gründe.

Gespaltenes Europa
Nur wenige Länder in Europa haben sich überhaupt mit alternativen Energien auseinandergesetzt und sich auf ein Ende der Atomkraft vorbereitet, der politische Wille war und ist vor allem in Frankreich nicht vorhanden. Trotzdem hat sich mit enormen Steigerungsraten die Windkraft als Energieproduzent einen festen Platz erobert, zusammen mit Fotovoltaik, Biogasanlagen, Wasserkraft und anderen Alternativen haben sich neue und sichere Formen der Energiegewinnung etabliert.

Rolle rückwärts der Kanzlerin
Die Reaktion der Bundesregierung auf die Katastrophe von Fukushima war eine politische Sensation, als die Kanzlerin verkündete, dass die erst einige Monate zuvor beschlossene Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken aufgekündigt wird und ein neues Gesetz zum Atomausstieg auf den Weg gebracht werden soll.
Als Begründung nannte Kanzlerin Angela Merkel die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Sie sagte vor dem Deutschen Bundestag: „Die Risiken der Kernenergie sind, das hat Fukushima gezeigt, nicht beherrschbar. Wer das erkennt, muss eine neue Bewertung vornehmen.“

Der Zeitplan für den Ausstieg
Es folgte das 13. Änderungsgesetz des Atomgesetzes mit einem konkreten Zeitplan des Atomausstiegs. Die bereits während des dreimonatigen Atommoratoriums abgeschalteten sieben älteren Atomkraftwerke und die Atomanlage Krümmel sollen nicht mehr ans Netz gehen. Alle anderen Atomkraftwerke sollen in Stufen abgeschaltet werden, das letzte im Jahre 2022. Zudem soll bis Ende 2011 die Problematik der Endlagerung verbindlich geklärt werden.

Ein ehrgeiziger Zeitplan
Um bis zum Jahr 2022 eine sichere Energieversorgung ohne Atomkraft zu erreichen, sollen 35 Prozent aus Wind-, Solar- und Wasserenergie gewonnen werden. Die Emissionen sollen um 40 Prozent bis zum Jahre 2020 und um 80 Prozent bis 2050 reduziert werden.

Neuer Wein in alten Schläuchen?
Mit diesem neuen Gesetz hat die Bundesregierung ihre ursprünglichen Argumente zur Laufzeitverlängerung selbst widerlegt, hatte sie doch einst gebetsmühlenartig verkündet, dass eine vollständige Energieversorgung ohne Atomkraft nicht möglich wäre. Frank-Walter Steinmeier sagte vor dem Bundestag: „Die Novelle des Atomgesetzes ist ein 'Irrtumbereinigungsgesetz'.“ Er spielte damit auf die einstigen Ausstiegspläne der rot-grünen Regierung an, von denen sich viele Punkte in der 13. Novelle widerspiegeln.

Konzerne und Stadtwerke
Die spannende Frage ist nun, wie sich die großen Stromkonzerne auf diese neue Situation einstellen. Sie setzen nun im Wesentlichen auf Erdgas, während die kleineren Stadtwerke überwiegend auf Windkraft und Solarenergie, Biogas oder Erdwärme setzen.

Ein Gewinner steht schon fest: die Windkraft
Die Energiewende hat auch schon einen Gewinner: die Windkraft. Sie wird zu einer festen und zuverlässigen Säule moderner und umweltfreundlicher Energiegewinnung werden. Nicht nur die großen Windkraftparks vor der Küste, auch die kleinen regionalen Windkraftanlagen werden zu einer sicheren Stromversorgung beitragen.

Wind wird es immer geben, seine Energie kann sich die ganze Erde zu nutzen machen, während fossile Ressourcen (Erdöl, Erdgas, Kohle) lediglich eine beschränkte Zeit genutzt werden können. Zudem erzeugen Windkraftanlagen keinerlei klimaschädliches Kohlendioxid (CO2).

Energiewende in Deutschland - Aufwind für die Windkraft

Mit dem Ausstieg aus der Kernkraft ebnet die Bundesregierung den Weg für die Energiewende in Deutschland. Die Nutzung der Windenergie wird zu den tragenden Säulen des neuen Energiekonzeptes.


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